Tor nach Indien

Delhi ist mit 15 Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Welt, größer noch als Peking. Glücklicherweise hat Delhi als eine der wenigen Städte Indiens eine Metro, so daß man die weit verstreuten Sehenswürdigkeiten zeitlich einigermaßen vernünftig erreichen kann. Oberirdisch wären Besuche der UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten, wie Qutab Minar oder des Humayun-Mausoleums ansonsten nahezu Tagesausflüge. Diese beiden Bauwerke sind neben dem Roten Fort und Old-Delhi mit der Freitagsmoschee, der Jama Masjid, die interessantesten Sehenswürdigkeiten Delhis, das ansonsten durch ein viktorianisches Stadtbild, wie in Neu-Delhi mit seinen schönen Regierungsgebäuden und dem Zentrum der Stadt, dem Connaught-Place, besticht.

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„very english“ … breite Prachtstrassen führen auf die Regierungsgebäude zu

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Der Connaught-Place ist die englische Seele Delhis

Delhi hat insgesamt 8 historische Stadtgründungen, die sich noch heute in den Stadtteilen widerspiegeln. Für den Delhi-Besucher interessant sind die 3 Gründungen Neu-Delhi (8. Gründung im 20. Jahrhundert durch die Engländer), Old-Delhi (7. Gründung im 17. Jahrhundert durch Shah Jahan … jaja, der baute nicht nur das Taj Mahal) sowie Süd-Delhi (1. Gründung im 11. Jahrhundert durch die Muslimen, die über 6 Jahrhunderte in Delhi herrschten).

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Beliebtes Ausflugsziel – das indische Tor

In Süd-Delhi bestechen insbesondere die beeindruckenden Überreste frühislamischer Baukunst, die im Qutab-Minar-Komplex mit dem prachtvollsten und höchsten Steinturm der islamischen Welt gipfeln.

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Der Qutab-Minar … Grandioses Beispiel frühislamischer Architektur

Das Grabmal des Mogul Humayun ist das erste und eins der schönsten Beispiele des Mogul-Gartengrabs, das mit dem Taj Mahal zu höchster Perfektion gelangte. Die Idee dahinter ist ein durch Fußwege und Kanäle in „4 Höfe“ unterteilter Mogulgarten. Das Paradies war nämlich für die Muslime Arabiens ein Garten, weshalb z.B. das in der Wüste so seltene Grün auch als Farbe dieser Religion erwählt wurde. Die 4 Kanäle symbolisieren die vier paradiesischen Ströme aus Wasser, Milch, Wein und klarem Honig.

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Humayuns Mausoleum – architektonischer Vorreiter des Taj Mahal

Shah Jahans Zitadelle aus rotem Sandstein, das Rote Fort, wurde 1639-1648 am Ostrand des befestigten Old-Delhi gebaut. Man betritt es durch das imposante Lahore-Tor. 90% der Muslime Delhis leben heute in Old-Delhi, was nicht zuletzt am berühmtesten Bauwerk Old-Delhis, der Freitagsmoschee Jama Masjid liegt. Sie war lange Zeit die größte Moschee Indiens, perfekt proportioniert. Der riesige Innenhof mit seinen vier Ecktürmen ist über drei große Tore zugänglich und wird von zwei hohen Minaretten überragt.

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Das mächtige Lahore-Tor im Roten Fort

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