Von Port Blair ging’s mit der Fähre am Nikolaustag in 2,5 Stunden nach Havelock Island. Begleitet wurden wir während der Überfahrt von Delfinen und Meeresschildkröten. Die größte dieser Spezies lebt rund um die Inseln, sie konnte ich auch beim Tauchen beobachten. Am Samstag mußte ich mich zunächst davon überzeugen, ob der bereits erwähnte Radhanagar Beach den Titel „Strand des Jahres in Asien 2004“ zurecht trägt. Tut er! Ich habe zwar schon viele wunderschöne Strände zwischen Hawaii und Neuseeland (ostwärts, nicht westwärts versteht sich ;-)) gesehen, der Radhanagar Beach ist jedoch schon außergewöhnlich schön, weil nicht nur einfach traumhaft idyllisch, sondern zudem auch ursprünglich und trotz seiner Etikette wenig kommerziell ausgeschlachtet – sehr angenehm.
Die Tage danach war ich mit Alexa und Christoph, ein Paar aus München, am Elephant Beach schnorcheln, bevor es dann unter Wasser ging. Der Elephant Beach ist der beste Schnorchel-Spot auf Havelock, da das sehr schöne Riff viele bunte tropische Fische und intakte Korallen zu bieten hat und zudem mit Flossen und guter Beinmuskulatur vom Strand aus erreichbar ist. Der Strand heißt übrigens so, weil in diesem Inselabschnitt noch viele wilde Elefanten im Dschungel leben … und Krokodile. Es ist folglich angebracht, beim Schnorcheln in Strandnähe oder beim Sonnenbaden dort aufzupassen. Vor einiger Zeit soll ein Amerikaner, der allzu unbekümmert war, von einem Krokodil verspeist worden sein, so die Legenden der Einheimischen. Ich hab kein Krokodil gesehen, obwohl wir von dem Punkt, an dem uns der Bus abgesetzt hatte, noch etwa eine Stunde durch den Dschungel wandern mussten, um zum Elephant Beach zu kommen. Der ist sonst nämlich nur vom Wasser aus zu erreichen, für uns war das selbstredend eine Herausforderung. So konnte ich gleichzeitig meine ersten Trekkingerlebnisse auf Havelock machen und einige schöne Dschungelimpressionen digital festhalten.
Die Tauchreviere rund um Havelock sind zahlreich, vielfältig und artenreich – ein absoluter Insidertip für jeden Tauchbegeisterten. Das Wasser ist glasklar, selbst in der Tiefe, so daß man eine gute Weitsicht hat und das Tauchrevier prima überblicken kann.






