Kamasutra-Tempel

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Grandios sehen die Tempel schon Weitem aus …

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Der Legende nach wurde in Khajuraho vor 1000 Jahren Hemvati, die schöne Tochter eines Brahmanenpriesters, beim Baden in einem Teich vom Mondgott verführt. Dieser offensichtlich erfolgreichen Verbindung entstammte der Begründer der Rajputen-Dynastie, die zwischen 950 und 1050 n. Chr. insgesamt 85 Tempel in Khajuraho errichten ließ und von denen noch 25 erhalten sind. Die aus behauenem Stein erbauten Tempel – architektonische Meisterwerke – sind heute UNSECO-Weltkulturerbe und einer der meist besuchten Orte Indiens. Das Kaff Khajuraho mit 26.000 Einwohnern hat sogar einen eigenen Bahnhof und Flughafen.

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… wenn man näher ran kommt, ahnt man schon Genaueres …

Die Tempel sind vor allem wegen ihrer zahlreichen erotischen Steinfiguren weltberühmt und werden aus diesem Grund auch Kamasutra-Tempel genannt. Die Fülle der Figuren spiegelt eine Freude an der Darstellung aller möglichen menschlichen Stimmungen und Alltagstätigkeiten wider, wie zum Beispiel schminken, die Füße mit Henna bemalen, die Frisur mit einem Spiegel in der Hand prüfen (es sind halt überwiegend Skulpturen weiblichen Geschlechts) … und … fantasiereiche, teils akrobatisch anmutende Formen der sexuellen Vereinigung (hier kommen dann auch die Männer ins Spiel). Nun, was soll ich sagen, manche Skulpturen zeigen auch ausschließlich Männer bei eben solchen Handlungen … Homosexualität scheint wohl göttlich zu sein …

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… aber mit dem Zoom-Objektiv wird es offensichtlich … da lacht sogar der Elefant!

Die Freizügigkeit der sexuellen Bildnisse der Hindus strotzt vor Unbekümmertheit und scheint von keiner Erbsünde oder Bilderfeindlichkeit, wie beispielsweise im Islam oder der viktorianischen Prüderie, belastet zu sein. Fruchtbarkeit und Sexualität ist im Hinduismus ein Ausdruck des Göttlichen. Na also, in dem Falle macht es doch besonders Spaß, göttlich zu sein …

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Zu viert macht es doch am meisten Spaß

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Gut proportioniert die Damen … von vorne …

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… und von hinten

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