Wiege des Buddhismus

Nun kommen wir kurz und knackig zum Hauptanliegen meiner Reise, nämlich auf den Spuren Buddhas zu wandeln, wie der Blog-Titel so prägnant suggeriert.

Wo auf der Welt könnte das Wandeln auf den Spuren Buddhas besser in ein „finale furioso“ münden, als hier in Lumbini, an dem Platz, wo Siddhartha Gautamas, so der bürgerliche Name Buddhas, sechshundertirgendwas vor Christus (so einig sind sich die Historiker da nicht) das Licht der Welt erblickte?

image

Der Lumbini Sacred Garden

Lumbini wurde erst 1896 archäologisch wiederentdeckt: Das bedeutsamste Fundstück war damals eine 6,50 Meter hohe Steinsäule, die im Jahre 245 v. Chr. von König Ashoka errichtet wurde. Die Inschrift lautet:

„Zwanzig Jahre nach seiner Krönung kam König Devanampiya Piyadasi (Ashoka) hierher und bezeigte seine Verehrung, weil der Buddha, der Weise aus dem Shakya-Geschlecht, hier geboren worden ist. Er ließ ein Steinrelief anfertigen und eine Steinsäule errichten, um anzuzeigen, dass hier der Erhabene geboren wurde. Das Dorf Lumbini befreite er von Steuern und (setzte) seine Naturalabgaben auf ein Achtel (vom üblichen Viertel).“

image

Die Säule des Ashoka

Heute steht der Lumbini Sacred Garden mit seinen Ausgrabungsstätten, Tempeln und Parkanlagen aufgrund seiner historischen Bedeutung für die Menschheit als World Heritage Site unter dem Schutz der UNESCO und wird vom Lumbini Development Trust verwaltet und weiterentwickelt.

image

Unten links – Panditarama Meditation-Center

Inmitten dieses historischen Geländes des Sacred Gardens liegt das Meditationszentrum … ich wandele während meiner Meditationen quasi auf heiligem Boden. Dieser Sachverhalt spiegelt sich selbstverständlich auch in den Verhaltensregeln auf dem Gelände generell und im Meditationszentrum im Speziellen wider.

image

Erste Regel – man darf keine Lebewesen umbringen … das gilt auch für Moskitos …

Und das mit dem Sex hätten die wirklich nicht explizit erwähnen müssen. Hier bewegen sich alle so langsam und aufmerksam (neudeutsch: achtsam), daß die praktische Ausübung sexueller Handlungen faktisch nicht möglich ist.

Aber dazu später mehr … zur Achtsamkeit natürlich, nicht zum Sex …

Dieser Beitrag wurde unter Nepal, Reisebeitrag veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar