Digitale Mönche

Jaja, dem Informationszeitalter können sich selbst die Mönche und Klöster, Bastionen der Enthaltsamkeit, Tradition und einfachen Lebensweise nicht entziehen, wie sollen sie auch sonst mit ihren digital geprägten Schäflein Kontakt aufnehmen.

Potentielle Meditations-Jünger, insbesondere westlicher Prägung, sind ja heute kaum noch in der Lage, ein traditionelles Telefon artgerecht zu bedienen. Und das man ein Smartphone auch zum Telefonieren benutzen kann, weiß diese Spezies nur vom Hörensagen der Eltern, erscheint das ach so moderne Gerät doch durch solch uncoole Funktionalität auf einmal viel weniger smart.

Facebook, Twitter, WhatsApp und Co. muß es schon sein, Internet und eMail sowieso. Und bevor sich die anstehenden Buddhismus-Lehrlinge den Hindus anschließen, die kommen ja schließlich mehrheitlich aus der HighTech-Hochburg Indien, werden Meditationszentren, Klöster und andere heilige Einrichtungen modern mit Breitband-WiFi und Internet-Terminals ausgestattet. Das W-LAN hier ist zwar nicht öffentlich zugänglich, zumindest nicht für Laien aber man hat ja so seine Tricks (wozu habe ich schließlich Wirtschaftsinformatik studiert), die Internet-Terminals jedoch können zu bestimmten Zeiten am Tag frei genutzt werden.

Dadurch kommt ihr schon heute und in den kommenden Tagen in den Genuss meiner meditativ aufpolierten geistigen Schaffenskunst.

Enjoy …

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