Morgen besteige ich den Zug Richtung Lhasa, der Hauptstadt Tibets. Um nach Tibet einzureisen, reicht das chinesische Visum alleine übrigens nicht aus, nein, man benötigt zudem ein sogenanntes „Tibet Travel Permit“. Das bekommt man jedoch nur, wenn man sich einer Gruppentour anschließt und während der ganzen Zeit in Tibet von einem Guide „bewacht“ wird. Individualtourismus im Sinne von „Reisen auf eigene Faust“ ist von der chinesischen Regierung nämlich nicht erwünscht, westliche Devisen hingegen schon. Der gemeinhin neugierige und regimekritische Individualtourist könnte ja allzu individuelle Dinge sehen, die nicht für seine Augen bestimmt sind. Dass die Tibeter unterdrückt, gefoltert, umgebracht und ihre Kultur zerstört wird ist schließlich keine allzu gute Publicity – aber Realität.
Doch das ist eine andere Geschichte, über die ich nach meiner Ankunft in Tibet ab Mitte der Woche berichten werde …
