Das Mausoleum ist eine frühchinesische Grabanlage aus dem Jahre 210 v.Chr., welche für den ersten chinesischen Kaiser Qin Shi Huangdi erbaut wurde. Es ist eine der größten Grabbauten weltweit und ebenso bekannt für seine Soldatenfiguren, die Terrakotta-Armee.
Die Terrakotta-Armee wurde im März 1974 während einer Brunnenbohrung von Bauern im nahe gelegenen Dorf Xijang gefunden. Wenige Tage später bereits begann ein chinesisches Archäologen-Team damit, die Sensation freizulegen. In mehrjähriger Arbeit wurden nach und nach viele tausend der lebensgroßen Terrakotta-Figuren freigelegt. Heute ist die Terrakotta-Armee Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und eines der beeindruckendsten und wertvollsten Zeugnisse der frühen chinesischen Geschichte. Noch heute sind Archäologen mit der Freilegung weiterer Funde beschäftigt. Wir fragten uns nur, wann die denn wohl arbeiten, ist das Mausoleum doch tagsüber an 7 Tagen die Woche für Touristen geöffnet und die wollen auf ihren Fotos ja keine Archäologen drauf haben. Vielleicht nachts!?
Die Terrakotta-Armee, welche sich auf drei Gruben verteilt, besteht aus 7.278 lebensgroßen Soldaten (Fuß- und Reitsoldaten), denen Pferde und Kriegswagen und schon von den Erbauern mittels einer Chromsalzlösung gegen Verfall geschützte echte Waffen (Schwerter, Pfeilspitzen, Armbrüste) beigegeben sind. Es handelt sich um die Darstellung einer vollständigen Armee der damaligen Zeit. Die verschiedenen Ränge sind an unterschiedlichen Uniformen erkennbar.
Bemerkenswert ist, dass alle diese Figuren individuell gestaltet sind, also keine zwei in Haltung, Gesichtszügen oder Ausstattungsdetails identisch sind. Offen ist bis heute die Frage, ob tatsächliche Soldaten von damals nachgebildet wurden oder ob die Erschaffer die unterschiedlichen Figuren frei gestalteten.








