Startpunkt der Seidenstrasse

Xi’an, das ist der Name der 4 Millionen Einwohner großen Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi, meine nächste Station auf meiner Reise auf das „Dach der Welt“. Eigentlich hatte ich den Zwischenstop hier primär aus drei Gründen eingelegt. Einerseits wollte ich außer Peking noch eine weitere chinesische Großstadt kennen lernen und zudem die Strecke nach Tibet nicht „in einem Rutsch“ zurücklegen. Der dritte Grund liegt auf der Hand, die Terracotta-Armee.

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Xi’an – Hauptstadt der Kaligraphie

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Downtown Xi’an bei Nacht – alle wollen rein, kaum einer raus …

Xi’an war in früherer Zeit, da der Handel zwischen Okzident und Orient über die berühmte durch große Teile Zentralasiens führende Seidenstrasse erfolgte, der Startpunkt eben dieser. Als Vermächtnis dieser Zeit besitzt Xi’an eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer und ist zentraler touristischer Ausgangspunkt für Besichtigungen der weltberühmten Terracotta-Armee, die ich bereits in einem vorherigen Beitrag gewürdigt habe.

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auf der Mauer, auf der Lauer …

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die Stadtmauer bei Nacht

Man täte Xi’an aber unrecht, würde man sie nur als Stadt sehen, die ihre Bekanntheit der Entdeckung des Mausoleums Kaisers Qin Shi Huangdis zu verdanken hat … das ist zwar so aber sie hat auch darüber hinaus einiges zu bieten. Neben der oben genannten imposanten 14 Kilometer langen, 10-12 Meter hohen und bis zu 18 Meter breiten Stadtmauer, die die Innenstadt Xi’ans einfasst, gibt es noch eine ganze Reihe sehenswerter Bauten, wie die 1250 Jahre alte große Moschee im muslimischen Viertel, den Trommel- und den Glockenturm sowie die 64 Meter hohe „große Wildganspagode“.

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Bell-Tower … wenn die Glocken läuten, wurden die Zugbrücken morgens runter gelassen

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Drum-Tower … wenn die Trommeln dröhnen, sind die Zugbrücken abends hochzuziehen

Der Name Wildganspagode geht auf eine indische Legende zurück: „Einst gab es ein Kloster des Hinayana-Buddhismus, in welchem Mönche auch Fleisch essen durften. Eines Tages gingen die Fleischvorräte zu Ende und einer der Mönche rief: „Wir haben kein Fleisch mehr, und Buddha sollte das wissen“. In diesem Moment fiel eine Gans aus einer Schar Wildgänse, die gerade über das Kloster flogen, tot vom Himmel. Die erschrockenen Mönche – im Glauben, Buddha selbst habe sich geopfert – errichteten der Gans eine Pagode“. Lustig oder? Als wenn Buddha wie eine Wildgans aussehen würde … aber wahrscheinlich durften die nicht nur Fleisch essen, sondern auch Schnaps trinken …

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irgendwo hier muß die Wildgans runter geplumpst sein …

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China-Town is everywhere

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