Das letzte Wochenende auf dem indischen Subkontinent steht bevor und es steht primär im Zeichen von Ab- und Anreise … Abreise vom indischen Festland und Anreise auf die Andamanen und Nikobaren, der exotischen und noch weitgehend touristisch unbekannten Inselgruppe im Indischen Ozean. Wer ein tropisches Paradies abseits der Touristenströme mit wunderschönen naturbelassenen Sandstränden sowie dichtem Regenwald im Inselinneren sucht, der sollte die Andamanen und Nikobaren ins Auge fassen. Dort werde ich die kommenden knapp drei Wochen vornehmlich mit relaxen, tauchen und ein wenig trekking verbringen.
Beach life ist angesagt, mein iPhone habe ich bereits mit Chillout-Musik beladen, es kann also los gehen. Und ganz ehrlich – nach den 2,5 Monaten intensivsten Reisens mit unzähligen Erlebnissen auf quasi allen Ebenen menschlicher Wahrnehmung bin ich jetzt auch langsam reif für die Insel(n). Reisen macht nämlich nicht nur ungemein Spaß und bildet, nein, es ermüdet auch. Deshalb muß man seinem Körper und Geist von Zeit zu Zeit eine Auszeit gönnen, eine Verschnaufpause, um all die Eindrücke und Erlebnisse zu verarbeiten und Platz zu schaffen für den nächsten Input. Für mich sind die kommenden Wochen der entspannte und entspannende Abschluss traumhafter Erlebnisse auf einer traumhaften Reise durch einen der vielfältigsten Kontinente dieses Planeten. Ich will an dieser Stelle noch kein Abschluss-Plädoyer halten, deshalb stoppe ich hier auch und freue mich ganz einfach auf eine tropische Vorweihnachtszeit, die mir hoffentlich die Rückkehr in das kalte Mitteleuropa vereinfacht. Es wird schwer genug, aus diesem zeitlosen, selbstbestimmten Rhythmus der letzten Monate, dem zwanglosen Reisen und dem Gefühl der absoluten Freiheit zurück zu kehren in den Alltag.

Radhanagar beach auf Havelock Island – beach of the year asia 2004 … Hier bin ich die ganze zweite Woche
Zunächst ging es am heutigen Donnerstag von Mount Abu nach Ahmedabad, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Gujarat. Von hier aus startet am frühen Samstagmorgen meine letzte Zugreise über 33 Stunden und 1.850 Kilometer nach Chennai, dem ehemaligen Madras. Für die Strecke habe ich mir mal die 1. Klasse zum Preis von sagenhaften 50 Euro gegönnt. Am Montagvormittag fliege ich dann von Chennai aus gut 2 Stunden nach Port Blair, der Hauptstadt der Andamanen und Nikobaren.
