Durch den Himalaya

Am Samstagmorgen war es dann leider soweit, wir mußten Tibet und demnach auch China „goodbye“ sagen. Den meisten von uns fiel Ersteres wesentlich schwerer als Letzteres. Dennoch möchte ich auch „Danke!“ an China sagen, es waren insgesamt tolle Tage in einem fantastischen Land mit dem Höhepunkt Tibet und dort nicht nur landschaftlich und kulturell, sondern auch menschlich.

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zottelige Yaks …

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… soweit das Auge reicht

Noch standen uns jedoch am Samstag rund 180 Kilometer bis zur nepalesischen Grenze bevor. Es ging früh morgens um 6 Uhr los, da wir neben der zuvor genannten Strecke ebenfalls noch die Weiterfahrt auf nepalesischer Seite bis nach Kathmandu (150 Kilometer) sowie den Grenzübertritt vor der Brust hatten … ein tagesfüllendes Programm!

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über die „Freundschaftsbrücke“ nach Nepal ging’s mit Sack und Pack zu Fuss

Der Strassenabschnitt von Tingri zum Lalung-la-Pass zählt zu den spektakulärsten Abschnitten der Route: die Fahrt ging quer durch den Himalaya … gigantisch hohe Berge, weite Ebenen und silbern glitzernde Wasserläufe. Auf dem Kilometerstein kurz hinter Tingri wird die Entfernung nach Peking mit 5.202 Kilometern angegeben. Je näher wir dem Lalung-la-Pass kamen, desto verschneiter wurde die Landschaft. Schließlich, auf 5.124 Meter Passhöhe … Schnee, wohin das Auge blickt. Vom letzten Pass der Strecke, dem 5.120 Meter hohen Tong-la-Pass, windet sich der Friendship-Highway nur noch abwärts, abwärts, abwärts. Es geht weit hinunter zum 2.300 Meter hoch gelegenen Grenzort Zhangmu, an dessen Ende im chinesischen Zollgebäude die Ausreiseformalitäten stattfanden. Das Niemandsland zwischen dem „Chinese Customs“ und der nepalesischen „Immigration“ besteht aus einem 8 Kilometer langen, extrem steilen Strassenabschnitt. Nachdem wir wohlbehalten unten angekommen waren, war der Weg frei, um nach einer letzten Passkontrolle durch ein grünuniformiertes Kontrollorgan der Volksrepublik China über die sogenannte „Freundschaftsbrücke“ in den nepalesischen Grenzort Kodari hinüberzulaufen.

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auf dem extrem steilen Strassenabschnitt im Niemandsland …

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… mussten die Bremsen mehrfach mit dem Mülleimer und Wasser aus dem Bach gekühlt werden

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unserem Guide Sonam, der uns sein Land durch seine ruhige, gefühlvolle und kompetente Art auf eine wunderbare Weise nahe gebracht hat und von unserem Fahrer, der uns in tollkühner Manier durch das abenteuerliche Tibet manövriert hat. Danke!

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