Lautlose Gefahr

Peking gehört zu den Großstädten mit der höchsten Smogbelastung weltweit. Bei bestimmten Windbedingungen hängt mitunter eine Dunstglocke aus Abgasen wie ein Nebelteppich über der Stadt. Nicht wenige Menschen begegnen dem dadurch drohenden Gesundheitsrisiko mit einem Mundschutz, auf der Straße sowieso aber auch in der Subway oder im Restaurant.

Sehr viele Einheimische sind zudem aktiv bemüht, der Abgasbelastung entgegen zu wirken, denn Peking ist ein Eldorado der Elektromotorräder und -roller. Nicht jeder will schließlich Rikscha fahren. Pekings Freud ist des Touristen Leid. Dem im Straßenverkehr geräuschgewohnten Westeuropäer sind geräuschlose motorisierte Zweiräder weniger geläufig, was ihn mithin zur Unachtsamkeit verleitet. Nicht nur einmal mußte ich erschrocken auf den Bürgersteig hechten, weil ich im letzten Moment ein herannahendes Elektromotorrad, welches in der Regel zu schnell und nachts zudem oft unbeleuchtet unterwegs ist, zufällig visuell wahrgenommen hatte. Um mein individuelles Unfallrisiko gering zu halten, habe ich fortan meine Wahrnehmung im Straßenverkehr konsequent auf audio-visuell umparametriert … so wie wir es im Verkehrsunterricht der ersten Klasse vermittelt bekommen haben … erst links gucken, dann rechts gucken …

Dieser Beitrag wurde unter China, Reisebeitrag veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar