Mitte Oktober hatte ich einen Beitrag mit dem Titel „Zwischensummen“ gepostet, in dem ich die Reisezeiten und -entfernungen, die ich overland bis Lhasa in Tibet zurück gelegt hatte, summierte. Damals waren es seit meinem Start in St. Petersburg weit über 200 Stunden sowie 12.650 Kilometer, die ich im Zug verbracht habe. Nimmt man die Fährpassage ab Lübeck dazu, betrug die Netto-Reisezeit overland von Deutschland nach Lhasa fast 13 Tage bzw. 13.900 Kilometer.
Und nun wollen wir mal sehen, wo ich am heutigen Sonntagabend in der Gesamtsumme raus komme. Um es vorweg zu nehmen, die 20.000 Kilometer overland habe ich auch ohne die in Betracht gezogenen Extra-Runden um Delhi locker geknackt. Insgesamt sind es 20.550 Kilometer geworden, die ich seit dem Start in Lübeck mit Fähre, Bus und Bahn über Land bis Chennai in Indien gereist bin. Die Zeit, die ich dabei verbracht habe, kann ich nicht mehr zählen, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50-70 km/h bei Bus und Bahn, komme ich jedoch locker auf insgesamt rund 20 Tage, die ich netto in Bus, Bahn oder auf der Fähre verbracht habe. Das ist fast 20% der knapp 100 Tage, die ich nach meiner Rückkehr insgesamt unterwegs gewesen sein werde. Nehme ich nur die knapp 80 Tage bis zum heutigen Sonntagabend, innerhalb derer ich diese Reisezeit verbracht habe, sind es sogar rund 25%. Jeder vierte Tag war demnach ein Reisetag in Bus, Bahn oder auf der Fähre! Ehrlich, das hätte ich nicht gedacht, daß die Transportzeiten diesen Umfang annehmen. Klar, es waren viele Übernachtfahrten dabei, die Zeit hätte man sonst sowieso im Bett verbracht – aber dennoch …
Interessant wäre ein Vergleich zum zeitlichen Aufwand, den ich hätte betreiben müssen, um alle bereisten Städte mit dem Flugzeug (inkl. An- und Abfahrt, Check-in, Wartezeit, etc.) zu erreichen. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Aufwand signifikant unter dem oben genannten geblieben wäre … weniger ereignisreich und spannend wäre er allemal gewesen …