Sinnhaftigkeit einer Langzeitreise

Reisen bildet, das ist zwar ein platter Spruch, doch wie kann man besser in zwei Worten ausdrücken, was Fakt ist, sofern man Reisen nicht mit Ballermann 6 gleichsetzt. Ich habe vor ein paar Wochen mal angefangen, eine Liste mit Gründen zu erstellen, warum eine Langzeitreise sinnvoll ist, und diese nach und nach ergänzt. Bisher sind mir 22 Argumente eingefallen … to be continued …

Auf einer Langzeitreise wird man lernen, …

… daß alleine sein nicht weh tut

… daß egal, wie fremd das Land ist, es auch immer etwas Vertrautes gibt

… sich auf sich selbst zu verlassen

… daß Vorurteile genau das sind: Vorurteile!

… sich nicht über jede Kleinigkeit aufzuregen

…. was vollkommen zu entspannen eigentlich bedeutet

…. daß sich manche Erfahrungen nicht mit der Kamera festhalten lassen

… daß es nicht darum geht, wieviele Orte man besucht

…. ganz besondere Momente ganz alleine zu geniessen

…. mit weniger Besitz auszukommen, als man sich je vorstellen konnte

… offen auf Menschen zuzugehen

… daß selbst Menschen aus völlig anderen Kulturkreisen genauso sind wie man selber

… daß alleine sein und einsam sein nicht dasselbe ist

…. zu seinen Fehlern zu stehen (da niemand da ist, auf den man sie schieben könnte)

… Negatives bei der Weiterreise einfach hinter sich zu lassen

… loszulassen

… Momente mehr zu schätzen als Besitz

… daß Bildung nicht automatisch der Schlüssel zum Erfolg ist

… was einen selber wirklich glücklich macht

… auf sich selbst aufzupassen

… Freundschaften ganz neu zu betrachten

… daß die „richtige“ Art zu reisen nicht existiert

Und als wären das nicht schon genug triftige Beweggründe, den Rucksack zu packen, gibt es da auch noch die sogenannten „Soft-Skills“, die „weichen Fähigkeiten“, die auf einer Langzeitreise tagtäglich auf’s Neue trainiert werden:

– interkulturelle Verhaltensregeln und Kommunikation (auch ohne gegenseitige Sprachkenntnisse)

– englisch und/oder weitere Fremdsprachen

– Teamfähigkeit

– Konfliktfähigkeit

– Durchsetzungsstärke

– Selbstbewußtsein

– Souveränität

– Gelassenheit

– Durchhaltevermögen

– Entscheidungsfreudigkeit

– Flexibilität

– Toleranz

– soziale Kompetenz

Ich persönlich betrachte Reisen, egal, ob lang oder kurz, IMMER mit dem kostenlosen Mehrwert einer Weiterbildungsmaßnahme in Bezug auf Fähigkeiten, die jedem Menschen im Leben allgemein und im Beruf im Speziellen nicht schaden können. Mal ehrlich, welcher Personalleiter, dem Du den Zweck Deiner Langzeitreise mit den oben genannten Argumenten deutlich machst, wird Dich nicht vom Fleck weg einstellen? Denn Reisen bildet tatsächlich …

So, ab heute ist Ende mit Meditation, morgens geht es mit Rucksack und  Rikscha zur Grenze und auf in das Abenteuer Indien. Mit dem Zug geht es zu meiner ersten Station, Varanasi, der heiligsten Stadt Indiens am heiligen Fluß Ganges gelegen. Es erwarten euch in den nächsten Tagen also wieder interessante und spannende Reiseberichte aus Bollywood …

Enjoy …

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