{"id":90,"date":"2014-09-17T07:08:39","date_gmt":"2014-09-17T05:08:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=90"},"modified":"2014-09-23T05:10:16","modified_gmt":"2014-09-23T03:10:16","slug":"immigrations-und-sprachwirren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=90","title":{"rendered":"Immigrations- und Sprachwirren"},"content":{"rendered":"<p>In Anbetracht dessen, da\u00df, laut Aussage einer Einheimischen, St. Petersburg nur j\u00e4hrlich an die 60-70 Sonnentage haben soll, habe ich es eigentlich ganz gut erwischt. Der gestrige Dienstag hatte von der D\u00e4mmerung bis zum Sonnenuntergang strahlend blauen Himmel\u00a0 und um die 18 Grad parat. Beste Voraussetzungen also f\u00fcr einen wunderbaren ersten Tag auf russischem Boden, nur, da mu\u00dfte ich erst einmal hinkommen. Der Hafenbereich ist zwar auch russischer Boden aber irgendwie hatte ich schon das Gef\u00fchl, da\u00df der eiserne Vorhang allgegenw\u00e4rtig war, was in Form des Immigrationsprocederes dann auch Realit\u00e4t wurde.<\/p>\n<p>Das die Immigrationsbeh\u00f6rden bereits auf dem Schiff die P\u00e4sse kontrollierten, fand ich ja l\u00f6blich, da ich mir dadurch erhoffte, die Formalien schnell hinter mich bringen und mit dem angenehmen Teil, der Besichtigung St. Petersburgs beginnen zu k\u00f6nnen. Weit gefehlt! Nach Verlassen des Schiffes ging es dann noch drei (!) Mal durch irgendwelche Kontrollen und Gep\u00e4ckpr\u00fcfungen, so da\u00df ich nach Ankunft des Schiffes um 7 Uhr local time letztlich erst gegen 11 Uhr &#8222;genehmigter Tourist&#8220; war und die Pforten des Hafengebietes hinter mir gelassen hatte.<\/p>\n<p>Da stand ich nun, schaute mich um und ja, so hatte ich mir Russland vorgestellt, irgendwie genau, wie bei uns nur \u00e4lter, heruntergekommener, die H\u00e4user, die Strassen, die B\u00fcrgersteige, &#8222;Altlasten sozialistischen Wirkens&#8220; dachte ich mir. Und es gab noch einen gravierenden Unterschied &#8230; nahezu jedes geschriebene Wort war auf Kyrillisch verfasst. Nicht, da\u00df ich das nicht wu\u00dfte aber dennoch war ich, wie ich zu meiner Schande zugestehen mu\u00df, nur unzureichend vorbereitet. Ich habe zun\u00e4chst nichts verstanden, weder, was die Fahrkartenfrau im Bus mir so alles erz\u00e4hlte noch, was auf den Stra\u00dfenschildern und anderen hinweisgeeigneten Medien stand. Zum Gl\u00fcck kann ich mich auf meine Intuition und meine Erfahrung mit dem Reisen in L\u00e4ndern, deren Sprache ich nicht beherrsche, verlassen.<\/p>\n<p>So fand ich die richtige Bushaltestelle, stieg in den richtigen Bus Nr. 22 nach Downtown St. Petersburg und stieg an der richtigen Haltestelle aus. Man kann sich in einem solchen Fall ideal an Landmarks orientieren, sofern man sich mit diesen im Vorfeld besch\u00e4ftigt hat und die es in St. Petersburg in H\u00fclle und F\u00fclle gibt. Ich stieg somit am Nevsky Prospekt, der Flaniermeile, aus und war nur noch einen Steinwurf von meinem Hostel entfernt, Apple Hostel Italy, ihr erinnert euch? So dachte ich zumindest &#8230; aber das ist eine andere Geschichte, die sp\u00e4ter erz\u00e4hlt werden will &#8230;<\/p>\n<p>Ich mu\u00df jetzt n\u00e4mlich los, mir die Petersburgcard besorgen, da heute Ausfl\u00fcge zum Schloss Peterhof, einer russischen Palastanlage, die als russisches Versailles gilt und urspr\u00fcnglich von Peter I. errichtet wurde. Sie liegt am Finnischen Meerbusen, ist seit 1990 Weltkulturerbe und u.a. f\u00fcr seine grandiosen Wasserspiele bekannt. Sofern es die Zeit zul\u00e4\u00dft, geht es danach zum Katharinenpalast in Puschkin, der ehemaligen Zarenresidenz. Der Palast wurde urspr\u00fcnglich von Katharina I. in Auftrag gegeben und beherbergt die Originalrekonstruktion des Bernsteinzimmers. Neugierig? Ich auch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Anbetracht dessen, da\u00df, laut Aussage einer Einheimischen, St. Petersburg nur j\u00e4hrlich an die 60-70 Sonnentage haben soll, habe ich es eigentlich ganz gut erwischt. 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