{"id":255,"date":"2014-10-03T16:11:53","date_gmt":"2014-10-03T14:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=255"},"modified":"2014-10-03T16:11:53","modified_gmt":"2014-10-03T14:11:53","slug":"nationale-identifikationsfigur-01-10-2014","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=255","title":{"rendered":"nationale Identifikationsfigur (01.10.2014)"},"content":{"rendered":"<p>Sicherlich kann man sich die Frage stellen, wie und warum jemand auf die Idee kommt, mitten im mongolischen Nirgendwo ein gewaltiges 40 Meter hohes und 120 Tonnen Edelstahl schweres Denkmal des mongolischen Nationalhelden Dschinghis Khan zu errichten. Die Antwort darauf ist relativ simpel und kommt direkt von Bilgin, unserem Guide. Die Mongolen sind m\u00e4chtig stolz auf ihren Ur-Ahnen und das, was er geleistet hat, zwischen dem 13. Und 15. Jahrhundert ein Weltimperium aufzubauen, das von Ost-Europa im Westen bis zum Japanischen Meer im Osten reicht, im S\u00fcden China einschlie\u00dft und bis an den Persischen Golf reicht. Nicht wenige Geschichtskundige sind der Meinung, dies sei das gr\u00f6\u00dfte Weltreich der Geschichte gewesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00211_25.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-256\" src=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00211_25.jpg\" alt=\"DSC00211_25\" width=\"1000\" height=\"1500\" srcset=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00211_25.jpg 1000w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00211_25-200x300.jpg 200w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00211_25-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Leistung Dschinghis Khans liegt darin, da\u00df er es schaffte, die mongolischen St\u00e4mme zu vereinen und mit ihnen einen gemeinsamen Weg der Eroberung zu beschreiten. Hinzu kommt die waffentechnische \u00dcberlegenheit sowie strategisches, f\u00fchrungsseitiges und organisatorisches Geschick, durch das es der Herrscherebene m\u00f6glich war, mit \u00fcberschaubarer Administration ein Reich dieses Ausma\u00dfes zu f\u00fchren und vereint zu halten. Erreicht wurde dies prim\u00e4r dadurch, da\u00df ausschlie\u00dflich Nachfolger aus der eigenen Blutslinie, deren uneingeschr\u00e4nkter Loyalit\u00e4t sich die Herrscherebene, Dschinghis Khan und seine Nachfahren, sicher sein konnten, in den einzelnen Regionen des Weltreiches eingesetzt wurden und die autark nach Vorgabe der K\u00f6nige schalten und walten durften \u2026 mit Erfolg.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00216_25.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-257\" src=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00216_25.jpg\" alt=\"DSC00216_25\" width=\"1500\" height=\"1000\" srcset=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00216_25.jpg 1500w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00216_25-300x200.jpg 300w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC00216_25-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bis ins Jahr 1368 konnte das gro\u00dfmongolische Reich aufrechterhalten werden, Zugest\u00e4ndnisse an die Autonomie der Yuan Dynastie (das heutige China), die Intrigen beg\u00fcnstigten, f\u00fchrten schlie\u00dflich zum Ende des Gro\u00dfreiches. Die goldenen Horden im Westen Russlands bis hin nach Ost-Europa lie\u00dfen sich dadurch noch gut 100 Jahre l\u00e4nger wenig beeindrucken, dann zerfiel jedoch 1480 auch ihr Reich, das heutige Russland konnte entstehen.<\/p>\n<p>Insofern ist dieses monumentale Denkmal ein zentrales Identifikationsobjekt der Mongolen, auf das sie zu Recht stolz sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherlich kann man sich die Frage stellen, wie und warum jemand auf die Idee kommt, mitten im mongolischen Nirgendwo ein gewaltiges 40 Meter hohes und 120 Tonnen Edelstahl schweres Denkmal des mongolischen Nationalhelden Dschinghis Khan zu errichten. 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