{"id":157,"date":"2014-09-23T14:25:30","date_gmt":"2014-09-23T12:25:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=157"},"modified":"2014-09-23T14:31:12","modified_gmt":"2014-09-23T12:31:12","slug":"exkurs-buddhismus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=157","title":{"rendered":"Exkurs Buddhismus"},"content":{"rendered":"<p>Zu Beginn wiederhole ich den im vorherigen Bericht erw\u00e4hnten buddhistischen Leitsatz<\/p>\n<p>\u201enichts ist es wert, zu haben oder zu sein\u201c, weil alle Dinge die drei universellen buddhistischen Merkmale gemeinsam aufweisen \u2026 \u201eVerg\u00e4nglichkeit\u201c, \u201eUnzul\u00e4nglichkeit\u201c und \u201eNicht-Selbst\u201c.<\/p>\n<p>Aus buddhistischer Sicht (Tipitaka) ist es erstrebenswert, die wahre Natur der Dinge zu erfahren, die Leidhaftigkeit der Dinge als eine Ursache des menschlichen Leidens. In dem Wissen, da\u00df alle Dinge verg\u00e4nglich, wertlos und nicht unser wirkliches Eigentum sind, sind sie es ebenso wenig wert, da\u00df wir uns an sie klammern. Kurz: nichts ist es wert zu haben und nichts ist es wert zu sein (Sunnata).<\/p>\n<p>\u201eIch bekomme\u201c, \u201eich habe\u201c, \u201eich bin\u201c. Wir denken automatisch in diesen Begriffen und diese Vorstellung des Habens und des Seins ist die urs\u00e4chliche Quelle des menschlichen Leidens. Aus \u201ehaben wollen\u201c und \u201esein wollen\u201c resultiert Begehren und Handlung, der Teufelskreis aus Handlung, Ergebnis, Handlung, Ergebnis (Samsara) beginnt. Genauer gesagt beschreibt Samsara einen Teufelskreis aus drei Ereignissen: Begehren, Handlung aufgrund des Begehrens, das Ergebnis der Handlung und daraufhin (durch die Unf\u00e4higkeit nicht zu begehren) erneutes Begehren, erneute Handlung, erneutes Ergebnis, weiter zunehmendes Begehren und so weiter, ohne Ende, das ist das Rad des Samsara (Buddha) und genau deshalb sind wir gezwungen, Leid und Qualen auszustehen. Wir sind Sklaven unseres Begehrens, Begehren verursacht Stress und Leid!<\/p>\n<p>Die Befolgung der grundlegenden Prinzipien des Buddhismus ist der Weg zur Freiheit von Leiden durch das vollkommene Ausl\u00f6schen von Begehren. Hier schlie\u00dft sich der Kreis, denn je mehr Begehren und Haben reduziert wird, desto freier wird man, das Ausl\u00f6schen von Begehren und Haben f\u00fchrt folglich zu vollkommener Freiheit, dem Nibbana.<\/p>\n<p>Ich bin ja bereits seit l\u00e4ngerem dabei, mich intensiv mit den buddhistischen Grundlagen zu befassen und sie zu verinnerlichen. Es f\u00e4llt mir leicht, weil sie einleuchtend, plausibel und vor allem praktisch belegbar sind. Folglich ist der Buddhismus eine Mischung aus Weltanschauung, Philosophie und Wissenschaft und aus diesem Grund ist der Buddhismus so erfolgreich \u2026 auch oder gerade in der westlichen Welt, wo Begehren und Haben wollen bereits den Kindern in ungesundem Umfang von Geburt an mit auf den Weg gegeben wird. Weniger ist definitiv mehr!<\/p>\n<p>Demjenigen, der sich mit dieser Materie n\u00e4her befassen m\u00f6chte, lege ich das auch f\u00fcr Laien gut verst\u00e4ndliche Basiswerk \u201eBuddhismus verstehen und leben \u2013 ein Handbuch f\u00fcr die Menschheit\u201c von Buddhadasa Bhikku ans Herz. Das Dokument ist in die deutsche Sprache \u00fcbersetzt und im Internet frei verf\u00fcgbar \u2026 einfach googeln oder PM an mich, dann schicke ich es zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn wiederhole ich den im vorherigen Bericht erw\u00e4hnten buddhistischen Leitsatz \u201enichts ist es wert, zu haben oder zu sein\u201c, weil alle Dinge die drei universellen buddhistischen Merkmale gemeinsam aufweisen \u2026 \u201eVerg\u00e4nglichkeit\u201c, \u201eUnzul\u00e4nglichkeit\u201c und \u201eNicht-Selbst\u201c. 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