{"id":124,"date":"2014-09-23T05:25:24","date_gmt":"2014-09-23T03:25:24","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=124"},"modified":"2014-09-23T05:48:43","modified_gmt":"2014-09-23T03:48:43","slug":"nachtrag-fr-19-09-2014-transsib-prolog","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.jenko.de\/?p=124","title":{"rendered":"Transsib-Prolog (19.09.2014)"},"content":{"rendered":"<p>Die Tage in St. Petersburg sind also gez\u00e4hlt, gestern Abend bin ich mit dem Zug von St. Petersburg nach Moskau gereist. Ich war schon gespannt darauf, wie das Zugfahren im Generellen und das Reisen und \u00dcbernachten im 4-Bett-Schlafabteil in den Z\u00fcgen im Speziellen so ist. Nun, ich mu\u00df sagen, der Prolog zur dann im Anschluss beginnenden l\u00e4ngsten Etappe mit der Transsibirischen Eisenbahn war durchaus vielversprechend, angenehm und positiv. Man mu\u00df jedoch relativierend erw\u00e4hnen, da\u00df der Nachtzug St. Petersburg \u2013 Moskau ein Expresszug war und in Bezug auf Komfort und Service bestimmt eine Stufe \u00fcber der Reise in der 2. Klasse mit der Transsib einzuordnen ist. Der Expresszug fuhr Donnerstagabend p\u00fcnktlich um 23.30 Uhr ab, ich war fr\u00fchzeitig am Bahnhof und bezog sogleich mein Abteil und Bett, m\u00fcde war ich zu der Zeit sowieso schon.<\/p>\n<div id=\"attachment_133\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Anhang-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-133\" class=\"wp-image-133 size-full\" src=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Anhang-4.jpg\" alt=\"Anhang 4\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Anhang-4.jpg 1024w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Anhang-4-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-133\" class=\"wp-caption-text\">Boading beim Nacht-Express. Jeder Waggon hat eine eigene Schaffnerin, die h\u00fcbsch und gut gekleidet die Tickets kontrolliert, im Waggon bedient und sauber macht.<\/p><\/div>\n<p>Neugierig darauf, wen ich als Bettgenossen zugeteilt bekommen habe, wartete ich auf Zuwachs im Abteil. Dieser stellte sich dann auch in Person eines jungen Russens und zweier \u00e4lterer Russen, die, so hatte es den Anschein, beruflich unterwegs waren. Der junge bem\u00fchte sich gleich um Kontakt, wollte mir beim Verstauen meines Gep\u00e4cks behilflich sein \u2026 es sah auch m\u00e4chtig schwer aus. Da es auch schwer war und ich ihm bei seiner Statur selbst eine Mithilfe nicht zumuten wollte, dankte ich h\u00f6flich und wuchtete den 20kg-Rucksack auf die Ablage \u00fcber den Betten. Aber der Wille war da und bekr\u00e4ftigte meinen positiven Eindruck von den Menschen in Russland, der auch am kommenden Morgen weiteres Futter erhalten sollte. Dazu sp\u00e4ter mehr. Alsbald machten sich alle bettfertig und da es bereits nach Mitternacht war, wurde der biologische Schalter schnell auf Bettruhe gestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_125\" style=\"width: 2314px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1640006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-125\" class=\"wp-image-125 size-full\" src=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1640006.jpg\" alt=\"M1640006\" width=\"2304\" height=\"1536\" srcset=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1640006.jpg 2304w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1640006-300x200.jpg 300w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1640006-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 2304px) 100vw, 2304px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-125\" class=\"wp-caption-text\">mein &#8222;Reich&#8220; im Nachtzug St. Petersburg &#8211; Moskau<\/p><\/div>\n<p>Nachdem einer nach dem Anderen im Abteil wach geworden war und sich frisch gemacht hatte, war gemeinsames Fr\u00fchst\u00fccken angesagt. Ein \u201ebreakfast meal\u201c war im Preis mit drin und wir hatten alle dasselbe Paket, jeder durfte sich zudem eine warme Beilage ausw\u00e4hlen. Dazu trinkt man Tee, das daf\u00fcr notwendige hei\u00dfe Wasser wird in ausreichendem Umfang in den Z\u00fcgen umsonst angeboten. Die Kommunikation war zun\u00e4chst mau, nun, es ist ja auch fr\u00fch morgens und nicht jeder ist so ein gut gelaunter Fr\u00fchaufsteher wie ich. Ich fragte dann den jungen Russen, wo er herkommt, er konnte nur einige Worte englisch aber mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen \u2026 und mit meinem Foto-W\u00f6rterbuch entwickelte sich eine muntere morgendliche, naja, Unterhaltung w\u00e4re \u00fcbertrieben, deshalb sagen wir mal Austausch von interkulturellen Banalit\u00e4ten zur Person und Herkunft, sogar unter Einbeziehung der beiden Business-Russen.<\/p>\n<p>Wo kommst Du her? Wo willst Du hin? Wie hei\u00dft Du? Was machst Du? Sowie einige weitere Fragen und Antworten um die dargebotenen Antworten herum. Aber was soll\u2019s, es machte Spa\u00df, man hat Kontakt zu den Menschen hier und wird vielleicht positiv \u00fcberrascht. Ich wurde \u2026 mal wieder \u2026 denn der junge Russe bot mir nach Ankunft in Moskau gegen 8.30 Uhr an, mir beim Gep\u00e4cktragen zu helfen. Entweder sehe ich so klein und schm\u00e4chtig aus, da\u00df er mir die alleinige Bew\u00e4ltigung meines Gep\u00e4cktransportes nicht zutraute oder er wollte einfach nur aus H\u00f6flichkeit helfen. Ich vermute Letzteres. Zumal er anschlie\u00dfend weiter ausf\u00fchrte, da\u00df Metrofahren in Moskau die reinste H\u00f6lle sei, man \u00fcberhaupt nicht wisse, wo man Tickets bek\u00e4me und in welche Richtung man welche Linie nehmen m\u00fcsse. Nun, bei Letztgenanntem musste ich ihm zustimmen, kyrillische Fahrpl\u00e4ne und Haltestellen zu lesen ist wahrlich nicht jedermanns Sache. Ich hatte jedoch bereits meine Erfahrung diesbez\u00fcglich in St. Petersburg gemacht und die dort gestellten Herausforderungen mit Bravour und ohne mich auch nur einmal verfahren zu haben bestanden. Dieses Mal war ich dann aber h\u00f6flich und lie\u00df ihn machen. Die hilfsbereiten Russen halt \u2026<\/p>\n<p>Der Rest ist weniger legend\u00e4r, Fahrt nach Downtown Moskau war angesagt, da ich unbedingt noch Putins Reich, den Kreml, Roten Platz, Basilikus-Kathedrale, Lenin-Mausoleum, usw. sehen wollte, bevor es um 13.05 Uhr endlich mit der Transsibirischen Eisenbahn 4 Tage gen Osten nach Irkutsk und zum Baikalsee ging. Die Vorfreude war greifbar \u2026<\/p>\n<div id=\"attachment_134\" style=\"width: 2314px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-134\" class=\"wp-image-134 size-full\" src=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620015.jpg\" alt=\"M1620015\" width=\"2304\" height=\"1536\" srcset=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620015.jpg 2304w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620015-300x200.jpg 300w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620015-1024x682.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 2304px) 100vw, 2304px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-134\" class=\"wp-caption-text\">Kreml und roter Platz<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_135\" style=\"width: 1546px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620013.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-135\" class=\"wp-image-135 size-full\" src=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620013.jpg\" alt=\"M1620013\" width=\"1536\" height=\"2304\" srcset=\"http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620013.jpg 1536w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620013-200x300.jpg 200w, http:\/\/blog.jenko.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/M1620013-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-135\" class=\"wp-caption-text\">Basilius-Kathedrale am roten Platz<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage in St. Petersburg sind also gez\u00e4hlt, gestern Abend bin ich mit dem Zug von St. Petersburg nach Moskau gereist. 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