{"id":44,"date":"2014-09-09T08:41:14","date_gmt":"2014-09-09T06:41:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.jenko.de\/?page_id=44"},"modified":"2014-10-27T19:27:19","modified_gmt":"2014-10-27T17:27:19","slug":"zitate-und-denkansaetze","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/blog.jenko.de\/?page_id=44","title":{"rendered":"Zitate und Denkans\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p><b><span style=\"font-size: 14px ! important;\">Spiegel, Nr. 31\/2014, 28.07.2014, Ich bin dann mal hier \u2013 Bericht \u00fcber Pilgerer auf dem Jakobsweg<\/span><\/b><\/p>\n<p>&#8211; Man mu\u00df auch mal langsam machen. Aufh\u00f6ren, Getriebener zu sein. Zeit haben zum Nachdenken. Piano!<\/p>\n<p>&#8211; Lesenswert: Hape Kerkeling als sinnsuchender Kom\u00f6diant in seinem Erleuchtungsepos \u201eIch bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg\u201c.<\/p>\n<p>&#8211; Pilgern ist die Suche nach Trost, Ruhe, Freiheit, Zeit<\/p>\n<p>&#8211; Ein paar Tage auf dem Jakobsweg und man ist \u00fcberzeugt, da\u00df weite Teile der Menschheit ihre normale Existenz als permanenten Diebstahl ihrer pers\u00f6nlichen Zeit empfinden.<\/p>\n<p>&#8211; Das Leben verliert Komplexit\u00e4t, Pilgern macht gelassen und macht den Blick frei<\/p>\n<p><strong>Zitat aus dem Film &#8222;Dein Weg&#8220; mit Martin Sheen (sehr sehenswert!)<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Ein Leben sucht man sich nicht aus, ein Leben lebt man.<\/p>\n<p><b><span style=\"font-size: 14px ! important;\">Robert L\u00fcdtke, \u201eWeltreise\u201c, pmv Peter Meyer Verlag<\/span><\/b><\/p>\n<p>&#8211; Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte \u2026 Man sollte jedem Deutschen noch 500 Mark dazu geben, damit er ins Ausland reisen kann. Er w\u00fcrde sich manche Plakatanschauung abgew\u00f6hnen, wenn er vorurteilslos genug ist, die Augen aufzumachen. (Kurt Tucholsky, um 1930)<\/p>\n<p>&#8211; Zur\u00fcck von einer langen Reise wird man oft gefragt: Wie war&#8217;s? Dann seufzend: Ach ja, das w\u00fcrde ich auch gerne machen aber ich habe nicht soviel Zeit (wie Du). Der Gr\u00fcnder des Sierra Club, John Muir (1838 &#8211; 1914), beschrieb solche Leute als &#8222;the time-poor people&#8220; &#8211; people who were so obsessed with tending their material wealth and social standing that they couldn&#8217;t spare the time to truly experience &#8230; . Zeitverschwendung sei die einzige Tods\u00fcnde, soll Goethe gesagt haben. Der globale Flaneur g\u00f6nnt sich die Mu\u00dfe, zu verweilen, und weil der Anblick so sch\u00f6n ist, l\u00e4\u00dft er die Welt passieren. Reisen wird zum Mantra von Aufbr\u00fcchen und Ank\u00fcnften, im ganz eigenen Rhythmus. Mu\u00dfe ist eine Zeit, die man dem Dasein widmet, kreativ, selbstbestimmt, in der man das Eigene tut.<\/p>\n<p>&#8211; Nichts ist verbl\u00fcffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist phantasievoller als die Sachlichkeit. Und nichts sensationelleres gibt es in der Welt als die Zeit, in der man lebt! (Egon Erwin Kirsch, Anfang des 20. Jh., <strong>findet auch im Alltag Fremdartiges<\/strong>)<\/p>\n<p>&#8211; &#8222;Ich bin, was ich tue&#8220;, meint Reinhold Messner. Reisen bilden im Lebenslauf tempor\u00e4re autonome Zonen, in denen wir unser Leben in einem besonderen Ma\u00dfe selbst bestimmen und verantworten und <strong>den Anteil an fremdbestimmter Zeit minimieren<\/strong>. Reisende suchen bei jedem Aufbruch einen Ausweg aus dieser selbstverschuldeten Unfreiheit, sind selbstreisend und handeln frei.<\/p>\n<p>&#8211; Wer zugibt, zuviel Zeit zu haben, disqualifiziert sich selbst und scheidet aus der Gesellschaft derer, die etwas leisten, die etwas fordern, etwas erhalten k\u00f6nnen, aus. Globetrotter kennen dieses Stigma. Sie schaffen sich eine Situation, in der sie niemanden zu fragen brauchen. Unb\u00e4ndige Reiselust und wilde Freude am Unterwegs-Sein zu empfinden, ist das Previleg einer Minderheit, wird jedoch von der Mehrheit kritisch oder neidisch be\u00e4ugt. Sie tr\u00e4umt von Reisen und Abenteuern, Globetrotter leben sie. Sie haben gelernt, Ziele zu erreichen, die ent-r\u00fcckt sind, aber eben auch, weil sie ver-r\u00fcckt sind.<strong> In jedem Fall weg-f\u00fchrend ist der Moment des Aufbruchs, denn &#8222;wer nie geht, kehrt nie heim&#8220;. F\u00fcr viele Reisende m\u00fcndet solch ein selbstbestimmtes Reisen in einem vollst\u00e4ndigeren Bewu\u00dftsein der eigenen Identit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p><strong>R\u00fcdiger Nehberg, \u201eDie Autobiographie\u201c, Piper Verlag<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWithout fit statt with Outfit\u201c \u2013 Nehbergs Antwort auf den Konsumg\u00fcterwahnsinn. Zitat: \u201eEs braucht kein Markenrad f\u00fcr 5000 Euro, um fit zu werden, es gen\u00fcgt eine alte Gurke mit einem einzigen Gang zu 50 Euro\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDer Unwissende hat Mut, der Wissende hat Angst\u201c<\/p>\n<p>\u201eErfolg enth\u00e4lt immer etwas, das selbst Deinen besten Freunden mi\u00dff\u00e4llt\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch kann nicht zu anderen Ufern aufbrechen, wenn ich nicht den Mut aufbringe, die alten zu verlassen\u201c, Andr\u00e9 Gide<\/p>\n<p>&#8222;Ein Pessimist ist ein Optimist, der bereits nachgedacht hat&#8220; &#8211; Charles Laughton<\/p>\n<p>&#8222;Gl\u00fcck macht Mut&#8220; &#8211; Johann Wolfgang von Goethe<\/p>\n<p>&#8222;Kritiker gleichen Eunuchen, sie wissen genau wie man es macht, k\u00f6nnen es aber nicht&#8220; &#8211; NN<\/p>\n<p>&#8222;Die Freiheit ist kostbarer als jedes Geschenk, das Dich verleiten mag, sie aufzugeben&#8220; &#8211; Baltazar Garcian<\/p>\n<p>&#8222;Wer mit seinen Erinnerungen lebt, wird alt. Wer mit Zukunftspl\u00e4nen lebt, bleibt jung.&#8220; &#8211; Bruno Munari<\/p>\n<p>&#8222;Die gef\u00e4hrlichste Weltanschauung ist die derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben.&#8220; &#8211; Alexander von Humboldt<\/p>\n<p><strong>diverse<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt (Konfuzius, chinesischer Philosoph, ca. 551 &#8211; 479 v.Chr.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spiegel, Nr. 31\/2014, 28.07.2014, Ich bin dann mal hier \u2013 Bericht \u00fcber Pilgerer auf dem Jakobsweg &#8211; Man mu\u00df auch mal langsam machen. Aufh\u00f6ren, Getriebener zu sein. Zeit haben zum Nachdenken. 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